2002-03-10 Museum: erste Fahrgastfahrt ins Technikmuseum Berlin

Am 10.3.2002 wurde das wiederhergestellte Anschlußgleis zum Deutschen Technik-Museum (DTM) (s. BVB 11/01, S. 212) erstmalig für Fahrgastfahrten genutzt. An diesem Tag hatte der in Berlin stationierte „Veltener Traditionszug“ mit seiner Dampflok 52 8177 und der Diesellok V 180 331 Einfahrt auf jenem Gleis, das auf dem ehemaligen Bahnbetriebswerk Anhalter Bahnhof, dem heutigen Museumspark, liegt und erst knapp vor dem „Anhalter Steg“ über den Landwehrkanal endet. Der Zug befuhr im Rahmen einer Rundfahrt mehrfach die Strecke von Rangsdorf zum DTM, er nutzte dabei zwischen den Bahnhöfen Mahlow und Attilastraße das reguläre S-Bahn-Gleis.

(Quelle: BVB 05/02)

1999-12-19 Bahn-Fernverkehr: erstmals ICE-T Einsatz ab Berlin

Deutsche Bahn setzt ICE-T ab 19.12.1999 von Berlin nach Düsseldorf ein

Ab 30.01.2000 auch ein Zugpaar von Berlin nach München

(Berlin, 17.11.1999) Bahnreisende können bereits ab dem 19.12.1999 den neuen ICE-T der DB Reise&Touristik AG auf der Strecke Berlin – Düsseldorf nutzen.

Bei folgenden Zügen werden die bisher eingesetzten ICE 2-Züge durch ICE-T

mit Neigetechnik ersetzt.

ICE 1193:   04.24 Uhr ab Berlin Ostbahnhof   –  10.39 Uhr an Düsseldorf Hbf

ICE 1195:   11.05 Uhr ab Berlin-Wannsee      –  16.39 Uhr an Düsseldorf Hbf

ICE 1197:   17.05 Uhr ab Berlin-Wannsee      –  22.39 Uhr an Düsseldorf Hbf

ICE 1196:   05.22 Uhr ab Düsseldorf Hbf        –  11.05 Uhr an B.-Charlottenburg

ICE 1194:   11.22 Uhr ab Düsseldorf Hbf        –  16.46 Uhr an Berlin-Wannsee

ICE 1192:   17.22 Uhr ab Düsseldorf Hbf        –  22.52 Uhr an Berlin-Wannsee

Die Züge verkehren entsprechend dem gültigen Fahrplan von Berlin nach Düsseldorf mit Halten in Potsdam, Brandenburg, Magdeburg, Braunschweig, Bielefeld, Hamm, Dortmund, Bochum, Essen, Duisburg nach Düsseldorf und zurück.

Ab dem 30.01.2000 fahren auch auf der Strecke von Berlin nach München über Leipzig und Nürnberg zwei ICE-T-Triebzüge anstelle von zwei InterCity-Zügen. Es gilt der normale Fahrpreis + InterCity-Zuschlag. Ein ICE-Aufpreis wird nicht erhoben. Die ICE-T verkehren:

sonntags bis donnerstags:                 samstags bis mittwochs:

07.25 Uhr ab Berlin Zool. Garten      14.43 Uhr ab München Hbf

07.41 Uhr ab Berlin Ostbahnhof        22.12 Uhr an Berlin Ostbahnhof

15.17 Uhr an München Hbf               22.26 Uhr an Berlin Zool. Garten

Auch beim Entlastungsverkehr zu Weihnachten und zum Jahreswechsel kommt der ICE-T mit sieben Fahrten von und nach Berlin zum Einsatz. Insgesamt fahren 35 zusätzliche Züge zwischen dem 17.12.1999 und dem 09.01.2000 von und nach Berlin.

Das jüngste Mitglied der ICE-Familie hat sich bereits auf der Strecke von Stuttgart nach Zürich im fahrplanmäßigen Einsatz bewährt. Der besondere Clou: Reisende können im ersten Wagen des Zuges dem Lokführer bei der Fahrt über die Schulter schauen.

Ab Fahrplanwechsel Ende Mai 2000 wird DB Reise&Touristik auf der Strecke Berlin – Leipzig – Nürnberg – München ebenfalls den ICE-T einsetzen.

Dr. Marlene Schwarz

Sprecherin Berlin/Brandenburg

Tel.: (0 30) 2 97-6 11 38

Fax: (0 30) 2 97-6 19 09

E-Mail: Medienbetreuung@bku.db.de

Internet:http://www.bahn.Deutschen Bahn

(Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Bahn)

1998-12-13 Regionalverkehr: Bahnhof Friedrichstraße wird Regionalverkehrshalt

Mit Inbetriebnahme des Regionalbahnhofs Friedrichstraße am 13.12.1998 (hier halten die RE-Linien 1 bis 5) wird der Bf. Alexanderplatz lediglich noch von der Linie RE5 (Stralsund – Dresden/Hoyerswerda) bedient. Dies bedeutet, daß auf dem Bf. Alexanderplatz stündlich (bisher viertelstündlich) nur noch ein RE-Zug in jeder Richtung hält. Der erste Halt eines Regionalbahnzuges im Bahnhof Friedrichstraße am 13.12. fand um 4.46 Uhr statt (RE4 Zoologischer Garten – Bad Liebenwerda).

(Quelle: BVB 01/99)

Am 13. Dezember 1998 nimmt die Deutsche Bahn den Regionalverkehr im Bahnhof Berlin Friedrichstraße auf. Mit der Fertigstellung der Bahnsteige A und B können nunmehr auch im Bahnhof Friedrichstraße Reisende in fünf RegionalExpresslinien (RE1, RE2, RE3, RE4 und RE5 ), welche die Berliner City mit dem Land Brandenburg verbinden, ein- und aussteigen.

Der erste RE-Zug am 13. Dezember hält im Bahnhof Friedrichstraße um 4.46 Uhr – RE 3603 Berlin Zoologischer Garten – Bad Liebenwerda
(RE 4).

Einen zusätzlichen Halt auf der Berliner Stadtbahn im Bahnhof Alexanderplatz erhalten nur die Züge der RE-Linie 5 (Stralsund – Berlin Stadtbahn – Elsterwerda – Dresden/Hoyerswerda). Aufgrund der begrenzten Kapazität der Berliner Stadtbahn – täglich verkehren rund 400 Züge des Regional- und Fernverkehrs – halten alle weiteren RE- Linien (RE1, RE2, RE3 und RE4) ab 13. Dezember 1998 bis auf weiteres nicht mehr im Bahnhof Alexanderplatz. Nächster Halt dieser vier RE- Linien ist Berlin Ostbahnhof.

Der Bahnhof Friedrichstraße wird im Zuge der Stadtbahnsanierung mit einem Investitionsvolumen von rund 220 Mio. DM grundlegend umgestaltet und modernisiert. Die Sanierung erfolgt in zwei Bauabschnitten.

Im ersten Bauabschnitt wurde das nördliche Sockelgeschoß entkernt und die nördliche Bahnsteighalle mit neuen Vermarktungsflächen rekonstruiert. Der S-Bahnsteig C wurde neu gebaut und erhielt neue Zugänge. Vier Rolltreppen, feste Treppen und ein Aufzug verbinden die verschiedenen Ebenen miteinander.

Die Sanierungsarbeiten begannen Ende 1995. Der Umbau des ehemaligen Grenzbahnhofes war äußerst schwierig, da die vorhandenen Pläne nicht den realen Zustand des Gebäudes widerspiegelten. Daraus resultierten eine Vielzahl von Planungsänderungen, die eine endgültige Fertigstellung des Bahnhofes im III. Quartal 1999 vorsehen.

Das neue ReiseZentrum der Deutschen Bahn AG im Zentrum des Bahnhofs wurde bereits fertiggestellt. An vier modern gestalteten Beratungs- und einem Touristikcounter erhält der Kunde Fahrausweise und Auskunft über die vielfältigen Angebote der Deutschen Bahn. Auch ein Verkaufsraum der S-Bahn Berlin GmbH ist ab Frühjahr 1999 vorhanden. Moderne Sanitäranlagen befinden sich im Kellergeschoß, das mit einem Aufzug auch für Behinderte zu erreichen ist.

Mit der Fertigstellung des 1. Bauabschnitts wurden insgesamt 21 attraktive Handels- und Dienstleistungseinrichtungen eröffnet. Im nördlichen Erdgeschoß des Bahnhofes befindet sich ein interessanter Food-Bereich mit den Branchen Fisch, Pizza, Wurst/Fleisch, Bäckerei, Süßwaren, Tee und Laugengebäck. Ergänzt wird der farbenfrohe Food-Bereich durch ein vielfältiges Dienstleistungsangebot im Erd- und Zwischengeschoß, so z. B.: Theaterkasse, Friseur, Schuh-/Schlüsseldienst, Änderungsschneiderei, Reinigungsannahme usw.. Der Kunde findet auch umfangreiche nationale und internationale Presseerzeugnisse in der Bahnhofsbuchhandlung. Im Eingangsbauwerk Ost ist für das leibliche Wohl gesorgt, so findet der Kunde ein innovatives Fast-Food-Konzept: ein Eiskaffee, der Reise Point und an altgewohnter Stelle das Postamt.

Nach Gesamtfertigstellung des Bahnhofs wird der Branchenmix ca. 50 Ladeneinrichtungen aufweisen. Hauptbestandteile im Südsockel werden Handelseinrichtungen u. a. mit den Branchen Drogerie, Bahnhofsbuchhandel, Apotheke, ein großer Lebensmittelmarkt, Foto, Tabak, Tonträger, Geschenke, Lederwaren usw. sein.

Derzeit erfolgt der Umbau der Südhälfte des Bahnhofes Friedrichstraße. Der zweite Bauabschnitt umfaßt die Entkernung und Grunderneuerung des südlichen Sockelgeschosses sowie die Vorbereitung der Vermarktungsflächen.

Im zweiten Bauabschnitt kommt der Service-Point der DB AG hinzu. An ihm stehen Mitarbeiter den Reisenden rund um die Uhr mit Rat und Tat zur Seite.

Die Fassade des denkmalgeschützten Bahnhofs wird, wie ursprünglich in den 20er Jahren gestaltet, mit braun/blauen Klinkersteinen versehen.

So entsteht eine Kombination von moderner Inneneinrichtung und altem Baustil der 20er Jahre, die den Bahnhof erneut zu einem ausdrucksvollen Bauwerk im Herzen der Hauptstadt macht.

Parallel zu den Arbeiten am Bahnhofsgebäude werden Entwässerungsleitungen und bahntechnischen Anlagen, wie Telekommunikation und Starkstrom, erneuert.

Der Bahnhof Friedrichstraße zählt zu den am stärksten frequentierten Stationen Berlins. Er zieht bereits heute täglich über 110.000 Besucher an und hat eine Gesamtfläche von 4.500qm. Es bestehen bequeme Umsteigemöglichkeiten zu acht S-Bahnlinien, zur U-Bahn und zur Tram.

Claudia Ruttmann                                  Dr. Marlene Schwarz

DB Projekt GmbH Knoten Berlin         Sprecherin Berlin/Brandenburg

Leiterin Öffentlichkeitsarbeit                Tel: 030/2 97 6 11 38

Tel.: 030/2 97 4 97 70                           E-Mail: Medienbetreuung@bku.db.de

                                                                  Internet: http://www.bahn.de

(Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Bahn)

1997-03-20 Bus: Dreiachser bei der BVG

Auf einer Pressekonferenz am 20. März 1997 stellte die BVG ihren neuesten Omnibustyp vor. Gemeinsam mit dem Bushersteller Neoplan wurden am Gendarmenmarkt die ersten drei „15m-Niederflur-Omnibusse“ präsentiert (Wagen 1501, 1502, 1504). Die 14,6 m langen, 2,75 m hohen und 2,5 m breiten drei achsigen Fahrzeuge vom Neoplan-Typ „Megatrans N 4020“ wurden zusammen mit der BVG entwickelt. Wenn man von den dreiachsigen Gelenkwagen absieht, sind diese Fahrzeuge die ersten echten Dreiachser seit Anfang der fünfziger Jahre (Büssing D3U). …

(Quelle: BVB 05/97)

1996-12-14 U-Bahn: Erster Einsatz eines Zuges des Typs H im Fahrgastbetrieb.

U-Bahn: Erster Einsatz eines Zuges des Typs H im Fahrgastbetrieb.

(Quelle: Berliner U-Bahn-Chronik; Kramer, Lemke, Meyer-Kronthaler, Poppel und weitere; Verlag Gesellschaft für Verkehrspolitik und Eisenbahnwesen e.V. (GVE), Berlin, 2007)

Der neue Großprofiltyp H hat durch die Technische Aufsichtsbehörde (TAB) am 27.11.1996 seine Musterzulassung erhalten. Die sechsteilige Einheit 5001 hat am selben Tag die Zulassung für den Fahrgastbetrieb erhalten. In den folgenden Wochen wurden mit dieser Einheit Personalschulungsfahrten durchgeführt. Die offizielle Inbetriebnahme für den Fahrgast betrieb erfolgte am 14. 12. 1996 auf der Linie U6, gegen 12 Uhr 15 ab Seestraße nach Alt-Mariendorf. Vorangegangen war eine Feierstunde in der Betriebswerkstatt Seestraße mit Ansprachen u.a. des Senators für Wirtschaft und Betriebe, Pieroth. Weitere Einsätze des Zuges 5001 erfolgen ab dem 18. 12., vorerst auf der Linie U7, später wird die Erprobung auf der U5 fortgesetzt, deren Strecke zu 50% oberirdisch verläuft. Anschließend ist der Einsatz auf der U9 im Automatik-Betrieb vorgesehen. Das über Kupplung 98,74 m lange Fahrzeug (Breite 2650 mm) erreicht ei ne Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h und wiegt (leer) 141,4 t (max. Zuladung 86,6 t). Es verfügt über nur 168 Sitzplätze (zuzüglich 40 Klappsitze), bietet aber 580 Stehplätze, ausgehend von 4 Personen/m² (s. BVB 2/93, S. 31). Die Motorleistung beträgt 2160 kW (24 Motore à 90 kW). Besondere Merkmale – neben der durchgängigen Begehbarkeit – sind die Niveaugleichheit des Wagenfußbodens mit dem Bahnsteig sowie die Verglasung der Fahrerraum-Rückwand.

(Quelle: BVB 01/1997)

1994-05-29 Eisenbahn: Aufnahme des Nachtverkehrs mit Talgo-Zügen

Zum Fahrplanwechsel am 29.5.1994 hat die DB zwei neue Schlafwagenverbindungen mit „Intercity Night“ zwischen Berlin-Charlottenburg und München 0st (ICN 1900/1901) bzw. Bonn (ICN 1944/1945) eingerichtet. Die in Spanien hergestellten Wagenzüge der Firma Talgo besitzen einen tiefen Schwerpunkt und laufen daher besonders ruhig. Die Wagen haben Schlafräume mit WC und Dusche, ein Frühstück ist im Preis enthalten; einige Wagen sind mit Liegesesseln ausgerüstet. Ein Kraftfahrzeug, Motorrad oder Fahrrad kann ebenfalls mitgenommen werden. Vor der Abfahrt und nach der Ankunft stehen diese Schlafwagenzüge jeweils anderthalb Stunden am Bahnsteig, der Fahrgast kann sich somit abends bzw. morgens mehr Zeit lassen. Die Talgo-Züge werden im umgebauten Ausbesserungswerk Warschauer Straße gewartet (s.a. BVB 1/94, S.11).

(Quelle: BVB 7/94)