1996-06 Luftfahrt: Bundesverkehrsminister Matthias Wissmann, Berlins Regierender Bürgermeister Eberhard Diepgen (beide CDU) und Brandenburgs Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) fällen den so genannten Konsensbeschluss zum BER

Bundesverkehrsminister Matthias Wissmann, Berlins Regierender Bürgermeister Eberhard Diepgen (beide CDU) und Brandenburgs Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) fällen den so genannten Konsensbeschluss: Sie empfehlen der Flughafengesellschaft eine Standortentscheidung zu Gunsten von Schönefeld Süd sowie die Schließung der Berliner Flughäfen Tegel und Tempelhof.

(Quelle, abgerufen am 13.07.2021: https://www.rbb24.de/politik/Flughafen-BER/BER-Aktuelles/hintergrund/ber-chronologie-flughafen-berlin-brandenburg.html)

1996-03-27 Museum: Grundsteinlegung Erweiterung Technikmuseum

Am 27.3.1996 wurde der Grundstein für einen Erweiterungsbau des Museums für Verkehr und Technik gelegt. Die spitz zulaufende, gläserne Front des Neubaus wendet sich wie ein Schiffsbug zum Landwehrkanal. In die entstehenden 12 000 m² Ausstellungsfläche sollen das Schiffahrtsmuseum, das Luftfahrtmuseum sowie die Bibliothek und die Archive einziehen. Der Bau kostet 140 Mio. DM und soll im Jahre 2000 fertiggestellt werden.

(Quelle: BVB 05/96)

1996-03-20 Bahnhöfe: Stadtbahnsanierung

Im Rahmen der Stadtbahnsanierung werden auch die Umsteigebahnhöfe Friedrichstraße und Alexanderplatz umgestaltet. Auf einer Baustellen-Pressekonferenz am 20.3.1996 stellte die DB AG diese Projekte gemeinsam mit der S-Bahn Berlin GmbH vor. Ende 1997 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen werden (s. Abb.).

Friedrichstraße Der nördliche Gebäudeteil ist abgebrochen und bis auf die Hallenträger entkernt (s. BVB 3/96, S.57). Die Fassade wird wieder – wie ursprünglich – mit roten Klinkersteinen verkleidet. Zur U-Bahn-Linie U6 wird ein direkter Zugang innerhalb der neugeschaffenen Bahnhofshalle ermöglicht. Neben 25 Geschäften wird es ein DB-Reisezentrum und einen S-Bahn Verkaufsraum geben. Zum Jahresende 1996 soll der nördliche Teil fertiggestellt sein, anschließend wird der südliche Teil umgebaut. Die Kosten werden mit 113 Mio. DM angegeben. Gegenwärtig wird der Bahnhof täglich von etwa 84 000 Reisenden frequentiert.

Alexanderplatz Auch hier wurde der nördliche Teil zum größten Teil entkernt. Die für die Berliner Stadtbahn typischen Viaduktbögen wurden freigelegt und werden durch gläserne Torbögen verkleidet. An der Rathausstraße wird eine große Eingangshalle geschaffen, von dort werden direkte Zugänge zur S-, U- und Regionalbahn entstehen. Es werden neben DB-Reisezentrum und S-Bahn Verkaufsraum etwa 20 Läden eingebaut. Die Reisenden-Frequenz beträgt gegenwärtig täglich etwa 208 000. Die Baukosten betragen 53 Mio. DM; der südliche Bahnhofsteil wird im Jahre 1997 umgebaut.

(Quelle: BVB 05/96)

1996-03 Straßenbahn + Bus: Der ehemalige Betriebshof Treptow in der Elsenstraße wurde im Frühjahr 1996 abgerissen

Der ehemalige Betriebshof Treptow in der Elsenstraße wurde im Frühjahr 1996 abgerissen. Er war bis 1973 von der Straßenbahn und bis 1991 vom Omnibus genutzt worden.

(Quelle: Berliner Straßenbahn-Chronik Band II: Die „Elektrische“ bei der BVG 1929 bis 2015; Hilkenbach, Kramer; Verlag Gesellschaft für Verkehrspolitik und Eisenbahnwesen e.V. (GVE), Berlin, 2015)

1996-01-21 Eisenbahn: Umstellung zur Sanierung/Ausbau auf Bus zwischen Stendal und Wustermark

Im Zusammenhang mit dem Ausbau der Strecke Hannover – Stendal – Berlin zu einer Hochgeschwindigkeitsstrecke wurde der Abschnitt Stendal – Wustermark am 21. 1. 1996 bis voraussichtlich Mai 1997-stillgelegt. Die Interregio-Züge Amsterdam – Hannover – Berlin werden über Magdeburg Brandenburg geführt, wie dies bereits an Samstagen geschah. Die Regionalexpreß-Züge Wolfsburg Potsdam Stadt verkehren nun zwischen Wolfsburg und Stendal. Zwischen Stendal und Wustermark wird ein Schienenersatzverkehr angeboten.

(Quelle: BVB 02/96)

1996-01 U-Bahn: Kanzlerlinie

Der Koalitionsvertrag des CDU/SPD-Senats legt fest, bis 1999 von der geplanten U5-Verlängerung als ersten Abschnitt die Strecke Lehrter Bahnhof Brandenburger Tor zu bauen.

(Quelle: Berliner U-Bahn-Chronik; Kramer, Lemke, Meyer-Kronthaler, Poppel und weitere; Verlag Gesellschaft für Verkehrspolitik und Eisenbahnwesen e.V. (GVE), Berlin, 2007)

1995-12-17 Eisenbahn: Fertigstellung der Sanierung (Magdeburg -) Biederitz – Griebnitzsee (- Berlin)

Nach dreijähriger Bauzeit wurde die vollständig sanierte Strecke Biederitz – Griebnitzsee am 17. 12. 1995 in Betrieb genommen. Die PBDE (Planungsgesellschaft Bahnbau Deutsche Einheit) hat „unter rollendem Rad“ die 112 km lange Strecke mit 12 Bahnhöfen umgebaut. Damit ist der Ausbau der Strecke Helmstedt – Magdeburg – Berlin (Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 5) beendet. Seit dem 17. Dezember fahren täglich 20 ICE-Züge über Potsdam Stadt und halten erstmals auch dort, der Halt in Wannsee wurde beibehalten. Der Umweg über Wiesenburg entfällt, die Fahrzeitverkürzung beträgt 7 Minuten.

(Quelle: BVB 02/96)