1983-12-30 S-Bahn: Vereinbarung zur Lösung der S-Bahnfrage in Berlin (West)

Vereinbarung zur Lösung der S-Bahnfrage in Berlin (West) unterzeichnet

In der Hauptstadt der DDR wird eine Vereinbarung zur Übernahme der Betriebsführung der durch die Deutsche Reichsbahn verwalteten S-Bahn in Berlin (West) durch den Senat unterzeichnet.

Sie beinhaltet die Betriebsführung, Unterhaltung, Verkehrssicherung und Nutzung aller S-Bahn-Strecken nebst den dazugehörigen Anlagen, Einrichtungen und Betriebsmitteln durch eine vom Senat zu bestimmende Stelle (Betreiber). Die S-Bahnzüge auf der Stadtbahn werden zwischen den Bahnhöfen Berlin-Friedrich-Straße und Lehrter Stadtbahnhof weiterhin durch Personal der DR gefahren.

Die Deutsche Reichsbahn stellt dem Senat 119 S-Bahn-Viertelzüge zur Verfügung.

(Quelle: Vom Knüppeldamm zum Hauptbahnhof, Daten und Fakten zur Berliner Verkehrsgeschichte, Report 30, Berlin, 1987, Autorenkollektiv)

Unterzeichnung der S-Bahn-Vereinbarung durch Senatsrat Hinkefuß und Reichsbahn-Hauptdirektor Meißner in Ost-Berlin

[Quelle: BVB 2/84]

1983-12-15 Eisenbahn: Bahnstrecke Berlin-Marienborn/Helmstedt erstmals seit 1945 wieder zweigleisig

Nach dem Ausbau zweier Abschnitte zwischen dem West-Berliner Bahnhof Wannsee und der DDR-Kontrollstation Griebnitzsee sowie zwischen Potsdam und Werder (etwa 10 Kilometer) ist die Bahnstrecke Berlin-Marienborn/Helmstedt erstmals seit 1945 wieder zweigleisig befahrbar. Entsprechend den deutsch-deutschen Verkehrsvereinbarungen vom 30. April 1980 erfolgt zugleich die Inbetriebnahme der erneuerten Wasch- und Reinigungsanlage für die Berlin-Züge im Ost-Berliner Stadtteil Rummelsburg. Die Bundesregierung trug mit insgesamt 89 Mio. DM einen Teil der Kosten der dreijährigen Bauarbeiten.

(Quelle: Berlin-Chronik, Online-Version, hrsg. vom Landesarchiv Berlin. – URL: http://www.berlin-chronik.de (Stand: 24.05.2021))

1983-11-29 Post + Fernmeldewesen: Inbetriebnahme der ersten Glasfaserkabel in Berlin

Inbetriebnahme der ersten Glasfaserkabel in Berlin durch ein Ferngespräch zwischen Bundespostminister Schwarz-Schilling und Kultursenator Hassemer. Das neue System ersetzt die herkömmlichen Kupferkabel und ermöglicht Telefonate mit Blickkontakt zwischen den Teilnehmern. Dieser Versuch läuft zunächst nur in 22 Haushalten von Sprach- und Hörgeschädigten, die nun in Zeichensprache miteinander telefonieren können. Bis 1986 trägt die Bundespost die Kosten in Höhe von 150 Mio. DM; weitere Versuchssysteme sind in Düsseldorf, Hamburg, Hannover, München, Nürnberg und Stuttgart geplant.

(Quelle: Berlin-Chronik, Online-Version, hrsg. vom Landesarchiv Berlin. – URL: http://www.berlin-chronik.de (Stand: 24.05.2021))

1983-11-18 Luftfahrt: hundertmillionster Passagier seit Wiederaufnahme des zivilen Flugverkehrs

Wirtschaftssenator Pieroth und Vertreter der alliierten Luftfahrtgesellschaften begrüßen auf dem Flughafen Tegel den hundertmillionsten Passagier seit Wiederaufnahme des zivilen Flugverkehrs nach Ende des Zweiten Weltkrieges – ein zehnjähriges Hamburger Mädchen.

(Quelle: Berlin-Chronik, Online-Version, hrsg. vom Landesarchiv Berlin. – URL: http://www.berlin-chronik.de (Stand: 22.05.2021))

1983-11-04 Post + Fernmeldewesen: Inbetriebnahme der ersten 24 anrufbaren öffentlichen Telefonzellen

Inbetriebnahme der ersten 24 anrufbaren öffentlichen Telefonzellen, in denen Anrufe zwar entgegengenommen, Gespräche von dort aus jedoch nicht geführt werden können, da keine Wählscheiben vorhanden sind. Neben jeder neuen Zelle steht daher vorerst noch ein herkömmliches Häuschen. – Als erster läßt sich der neue LPD-Präsident Werner an der Demburg-/Ecke Kantstraße anrufen.

(Quelle: Berlin-Chronik, Online-Version, hrsg. vom Landesarchiv Berlin. – URL: http://www.berlin-chronik.de (Stand: 24.05.2021))