1952-04-29 Luftfahrt: Zwei sowjetische Düsenjäger greifen am Vormittag über Dessau, innerhalb des südlichen Luftkorridors, ein von Frankfurt/Main nach Berlin fliegendes Passagierflugzeug der „Air France“ dreimal an

Zwei sowjetische Düsenjäger greifen am Vormittag über Dessau, innerhalb des südlichen Luftkorridors, ein von Frankfurt/Main nach Berlin fliegendes Passagierflugzeug der „Air France“ dreimal an und beschießen es mit ihren Bordwaffen. Dabei wird die Maschine von 89 Geschossen getroffen. Zwei Insassen werden schwer, drei leicht verletzt. Der Pilot kann das Flugzeug nach dem dritten Anflug der sowjetischen Düsenjäger in eine Wolkendecke steuern und auf dem Berliner Flughafen Tempelhof landen. Unmittelbar nach dem Zwischenfall wird von der Alliierten Hohen Kommission der gesamte Flugverkehr zwischen Westdeutschland und Berlin bis zum Nachmittag gesperrt.

Die Alliierte Hohe Kommission erhebt wegen dieses Zwischenfalls Protest bei der Viermächte-Flugsicherheitszentrale. Auch die drei Stadtkommandanten protestieren in einem Schreiben an den Vorsitzenden der SKK, Armeegeneral Tschuikow, gegen diesen „unentschuldbaren Angriff“ sowjetischer Jäger.

(Quelle: Berlin-Chronik, Online-Version, hrsg. vom Landesarchiv Berlin. – URL: http://www.berlin-chronik.de (Stand: 22.05.2021))

1952 S-Bahn: Elektrifizierung der Ferngleise 1 und 2 und 1953 der Ferngleise 3 und 4 im Bahnhof Friedrichstr.

1952, genaues Datum unbekannt: Elektrifizierung der Ferngleise 1 und 2 und 1953 der Ferngleise 3 und 4 im Bahnhof Friedrichstr.

(Quelle: Eisenbahndirektion Berlin; Krause, Kuhlmann, Naumann, Prestin; Verlag B. Neddermeyer, Berlin, 2020)

1952 Eisenbahn: Fernverkehr mit Westberlin eingestellt

1952, genaues Datum unbekannt: Fernverkehr mit Westberlin eingestellt

Nach Schließung des Lehrter und des Görlitzer Bahnhofes 1951 werden 1952 mit der Schließung des Anhalter und des Stettiner Bahnhofes Störungen im Reiseverkehr der DDR verhindert. Kein Reisezug des DDR-Fern- und Vorortverkehrs hält mehr in Westberlin. Seit März 1953 fahren mit Ausnahme des internationalen Zugverkehrs keine Fernzüge mehr über die Stadtbahn durch Westberlin.

(Quelle: Vom Knüppeldamm zum Hauptbahnhof, Daten und Fakten zur Berliner Verkehrsgeschichte, Report 30, Berlin, 1987, Autorenkollektiv)

03.1953

Alle Reise- und Vorortzüge des Binnenverkehrs der DDR enden außerhalb Westberlins und durchfahren Westberlin auch nicht mehr (Quelle: Eisenbahndirektion Berlin; Krause, Kuhlmann, Naumann, Prestin; Verlag B. Neddermeyer, Berlin, 2020)