1999-01-01 Bahnindustrie: Zweite Phase der Bahnreform tritt in Kraft

Die 1994 bei der Vereinigung von Deutscher Bundesbahn und Deutscher Reichsbahn begonnene Reform der Deutschen Bahn trat am 1.1.1999 in die zweite Phase. Unter dem Dach der Deutschen Bahn AG als Holding bildeten sich fünf Aktiengesellschaften mit eigener Geschäfts- und Ergebnisverantwortung:

  • DB Regio (Nahverkehr)
  • DB Reise + Touristik (Fernverkehr)
  • DB Cargo (Güterverkehr)
  • DB Station + Service (Bahnhöfe)
  • DB Netz

(Quelle: BVB 02/99)

1999 Straßenbahn: Anfang 1999 wurde in der Rochstr. ein neues Gleichrichterwerk gebaut.

Anfang 1999 wurde in der Rochstr. (zwischen Alexanderplatz und der Spandauer Str. bis zum Hackeschen Markt) ein neues Gleichrichterwerk gebaut.

(Quelle: Berliner Straßenbahn-Chronik Band II: Die „Elektrische“ bei der BVG 1929 bis 2015; Hilkenbach, Kramer; Verlag Gesellschaft für Verkehrspolitik und Eisenbahnwesen e.V. (GVE), Berlin, 2015)

1999 U-Bahn: Johannisthaler Chaussee

Am Bahnhof Johannisthaler Chaussee wird das südliche Empfangsgebäude abgerissen und der Zugang in das benachbarte Einkaufszentrum integriert. Anschließend erfolgt der veränderte Neubau des nördlichen Pavillons (siehe Foto Seite 99), eben falls im Sinne des Shopping Centers.

(Quelle: Berliner U-Bahn-Chronik; Kramer, Lemke, Meyer-Kronthaler, Poppel und weitere; Verlag Gesellschaft für Verkehrspolitik und Eisenbahnwesen e.V. (GVE), Berlin, 2007)

1999-01 U-Bahn: Borsigwerke

Der neugestaltete nordwestliche Zugang zum Bahnhof Borsigwerke wird eröffnet: Er war in ein Werksgebäude integriert gewesen und mußte im Februar 1998 geschlossen werden, als dieses abgerissen werden sollte.

(Quelle: Berliner U-Bahn-Chronik; Kramer, Lemke, Meyer-Kronthaler, Poppel und weitere; Verlag Gesellschaft für Verkehrspolitik und Eisenbahnwesen e.V. (GVE), Berlin, 2007)

1998-12-30 S-Bahn: Lückenschluss Pichelsberg – Spandau

Lückenschluss Pichelsberg – Stresow – Spandau

(Strecke Westkreuz – Spandau 9,2 km)

(Quelle: P. Bley, Berliner S-Bahn, Alba-Verlag, 1980, 1982, 1985, 1989, 1991, 1997, 2003)

AB HEUTE IST SPANDAU WIEDER AM S-BAHNNETZ

(Berlin, 30.12.98) Die Deutsche Bahn AG hat heute den S-Bahn-streckenabschnitt von Pichelsberg nach Spandau in Betrieb genommen. Die 4,9 km lange Strecke ist damit der vierte S-Bahn Lückenschluß, der in diesem Jahr für den Öffentlichen Personennahverkehr in Berlin zur Verfügung gestellt werden konnte (Anlage – Daten und Fakten der vier Lückenschlüsse).

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1998-12-18 Straßenbahn: neue Strecke am Hackeschen Markt

Am S-Bf. Hackescher Markt fahren die Straßenbahn ebenfalls seit dem 18.12.1998 statt über die Neue Promenade südlich um den S-Bahnhof herum.

(Quelle: Berliner Straßenbahn-Chronik Band II: Die „Elektrische“ bei der BVG 1929 bis 2015; Hilkenbach, Kramer; Verlag Gesellschaft für Verkehrspolitik und Eisenbahnwesen e.V. (GVE), Berlin, 2015)

1998-12-18 Straßenbahn: Umbau des Mollknotens, Alexanderplatz

Der „Mollknoten“ wurde 1998/1999 umgebaut und Gleise auf dem Alexanderplatz, der Gontardstraße, der Karl-Liebknecht Straße und der Spandauer Straße bis Hackeschen Markt eingebaut. Seit dem 18.12.1998 läuft der Verkehr aus der Landsberger Allee und seit dem 26.4.1999 aus der Greifswalder Straße über den Alexanderplatz zum Hackeschen Markt. Nach über 30 Jahren wird der Alexanderplatz endlich wieder mit Straßenbahnen befahren.

(Quelle: Berliner Straßenbahn-Chronik Band II: Die „Elektrische“ bei der BVG 1929 bis 2015; Hilkenbach, Kramer; Verlag Gesellschaft für Verkehrspolitik und Eisenbahnwesen e.V. (GVE), Berlin, 2015)

1998-12-15 Straßenbahn: Netzleitstelle Straßenbahn

Für die Überwachung der Stromversorgung der Straßenbahn hat die BVG am 15.12.1998 im Betriebshof Lichtenberg / Siegfriedstraße eine Netzleitstelle Straßenbahn (NLS) in Betrieb genommen, die Kosten für die Installation betrugen rund 5 Millionen DM. Sie ersetzt die alte Leitwarte mit Anzeigetafeln in Mosaikbauweise. Die 52 Straßenbahn-Gleichrichterwerke, die das rund 1000 km lange Stromkabelnetz versorgen, werden rund um die Uhr zentral überwacht und gesteuert. Auch wenn bei Verkehrsunfällen das 437 km lange Netz der Fahrleitungen beschädigt wird, kann von dort aus eingegriffen werden und beispielsweise der Strom im Unfallbereich abgeschaltet werden. Die alte Leitwarte mit der installierten Relaistechnik und den Anzeigetafeln in Mosaikbauweise entsprach nicht mehr den Anforderungen und war aufgrund fehlender Ersatzteile störanfällig. Bereits 1997 wurde mit dem Aufbau des „Integrierten Steuer und Informationssystems (ISIS)“ begonnen, in dessen Rahmen jetzt die neue Netzleitstelle Straßenbahn mit rechnergestützter Technik eingerichtet wurde. Als Weltneuheit wurde eine Anzeigetafel mit 442 368 Miniaturspiegeln eingebaut, die die bislang übliche Monitortechnik ersetzt und einen augenschonenden Betrieb ermöglicht. Für die Überwachung des Fahrzeugeinsatzes wird im Rahmen des ISIS-Systems im Laufe des Jahres 1999 auch die Betriebsleitstelle Straßenbahn in die Netzleitstelle integriert.

(Quelle: BVB 02/99)