1999-09-26 Bahnhöfe: Umbenennung Potsdam Stadt

Am Sonntag, 26. September erhält der Bahnhof Potsdam Stadt den neuen Bahnhofsnamen: Potsdam Hauptbahnhof. Die Umbenennung des Bahnhofs erfolgt durch die Deutsche Bahn nach Abstimmung mit der Stadt Potsdam.

Der neue Name Potsdam Hauptbahnhof entspricht der Identität des am stärksten frequentierten Bahnhofs der Landeshauptstadt Potsdam. Täglich besuchen rund 26 000 Reisende den Bahnhof Potsdam Hauptbahnhof, 292 Züge des Nahverkehrs und der S-Bahn Berlin GmbH und 40 Züge des Fernverkehrs halten im Bahnhof. Der neue Name Potsdam Hauptbahnhof wird auch seiner zentralen Lage und seiner Bedeutung als wichtiger Nahverkehrsknotenpunkt in der Stadt Potsdam gerecht.

Bis zum Mauerbau 1961 war der damalige Bahnhof Potsdam der wichtigste Bahnhof der Stadt. Danach wurde der Fern- und S-Bahnverkehr eingestellt, einziger Zughalt war die stündlich zwischen Babelsberg und Potsdam Hauptbahnhof pendelnde sogenannte Ferkeltaxe. 1961 wurde der ehemalige Bahnhof Potsdam in Potsdam-Stadt umbenannt.

Seit rund 2 ½ Jahren wird der Bahnhof Potsdam Hauptbahnhof zu einer modernen kundenorientierten Verkehrsstation umfassend umgebaut. Bereits am 3. September 1999 waren die neuen Zugangswege des Bahnhofs Potsdam Stadt in Betrieb genommen worden. In Kürze werden auch das DB-ReiseZentrum, ein DB – Reisebüro und das Kundenzentrum der Berliner S – Bahn GmbH für die Reisenden in Betrieb gehen. In einem zweiten Teilabschnitt des Bauvorhabens werden seit Juni 1999 die Bahnsteige modernisiert und erneuert. Es entstehen ein neuer S – Bahnsteig und eine vierte Bahnsteigkante für den Fern – und Regionalverkehr. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im Frühjahr 2000 beendet sein.

Dr. Marlene Schwarz

Sprecherin Berlin/Brandenburg

Tel.: 030 297 61138

Fax: 030 297 61909

(Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Bahn)

1999-09-02 Bahnhöfe: Sanierung Bahnhof Friedrichstraße beendet

Am 2.9.1999 wurde nach vierjähriger Bauzeit der Bahnhof Friedrichstraße im Rahmen eines Bahnhofsfestes (2.-4.9.) wie der offiziell in Betrieb genommen. Für 200 Mio. DM – fast doppelt so viel wie ursprünglich geplant – war die 180 m lange und 50 m breite Bahnhofshalle entkernt worden; 50 Läden wurden neu eingebaut. Täglich frequentieren 110 000 Reisende den sanierten Bahnhof. Der unterirdische Bahnsteig der Nord-Süd-S Bahn war in die Sanierungsarbeiten nicht einbezogen.

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1999-07 U-Bahn: Grenzallee

Wiedereröffnung des für den Bau der Stadtauto bahn (Stadtring/Richtung Schönefeld) verlegten Südzugangs zum Bahnhof Grenzallee.

(Quelle: Berliner U-Bahn-Chronik; Kramer, Lemke, Meyer-Kronthaler, Poppel und weitere; Verlag Gesellschaft für Verkehrspolitik und Eisenbahnwesen e.V. (GVE), Berlin, 2007)

1999-06-11 Eisenbahn: ehemaliger Rangierbahnhof Tempelhof

Am 11.6.1999 wurde der Naturpark „Südgelände“ am S Bahnhof Priesterweg eröffnet. Die Übergabe des Südgeländes an die Stadt Berlin ist ein Teil der Ausgleichsmaßnahmen, zu denen die DB AG im Planfeststellungsverfahren für die Baumaßnahmen im Zentralen Bereich verpflichtet wurde. In fast 50 Jahren entwickelte sich das alte Eisenbahngelände des ehemaligen Rangierbahnhofs Tempelhof (18 Hektar) zu einer grünen Oase. Seit Beginn der fünfziger Jahre wurden die Anlagen nicht mehr genutzt. So konnte sich ein in Berlin nahezu einmaliges Naturschutzgebiet bilden. Der Park wird im kommenden Jahr im Rahmen der Weltausstellung „Expo 2000“ präsentiert. Auf dem Gelände wurde die ausgemusterte Dampflokomotive 50 37 07 aufgestellt.

(Quelle: BVB 08/99)

1999-06 U-Bahn: neue Zugzielanzeiger

Seit Mitte Juni 1999 werden im Kleinprofilnetz auf den Bahnsteigen LED-Zugzielanzeiger (als Ersatz für vorhandene Fallblatt bzw. die älteren Transparent-Zugzielanzeiger) installiert, die Teil des neuen Dynamischen Auskunfts- und Informationssystems „DAISY“ sind. Die Liniennummer und der Zielbahnhof werden in gelber Schrift auf schwarzem Grund angezeigt. Später sollen dem Fahrgast als zusätzliche Information u.a. auch die Minuten bis zur Abfahrt des nächsten Zuges angezeigt werden. Die Daten für die Zugzielanzeiger kommen von der Zuglaufüberwachung (ZLÜ) und werden in der „Zentralen DAISY-Ansteuerung“ (ZDA) aufbereitet. Der Großteil der Informationen gelangt automatisch zu den neuen Zugzielanzeigern. Daneben können beispielsweise auch die SIS-Leitstellen (Service, Information, Sicherheit) Daten übermitteln. Bereits Ende 1997 wurde mit der Firma Siemens ein Vertrag zur Einführung von DAISY geschlossen. Vier unterschiedliche Varianten von Zielanzeigern werden installiert: für Bahnhöfe mit Tageslicht (Firma Lumino), für Tunnelbahnhöfe, für Tunnelbahnhöfe mit geringer Deckenhöhe (nur zweizeilige statt vierzeilige Anzeige), sowie für Umsteigebahnhöfe (die drei letzten von der Firma Siemens). Bis zum Jahresende 1999 soll die Installation auf sämtlichen Linien – mit Ausnahme der U5 und U8 – abgeschlossen sein. Der Probebetrieb, d.h. mit der Anzeige zusätzlicher Informationen zum Betrieb, soll noch im Oktober im Kleinprofilnetz beginnen, die drei Großprofillinien sollen zum Jahresende folgen.

(Quelle: BVB 11/99)

1999-04-15 Bahnhöfe: Rettungsloren für die Feuerwehr

Gemeinsam mit der Berliner Feuerwehr stellte die BVG am 15.4.1999 im U-Bf. Schloßstraße einen neu entwickelten Gleiskleinwagen vor (s. Abb.), mit dessen Hilfe verletzte Personen aus den Tunnelanlagen geborgen und schweres Rettungsgerät zu einer im Tunnel befindlichen Unfallstelle gebracht werden kann.

Die Loren bestehen aus einer 2 m² großen Plattform mit vier Schienenrädern von etwa 40 cm Durchmesser. Sie werden im Bedarfsfalle auf die Schienen gesetzt und von Hand zur Einsatzstelle gerollt. Die Plattform bietet ggf. Platz für zwei Krankentragen. Es wurden 156 Stück für die BVG und 6 für die S Bahn (für die Bahnhöfe der Nord-Süd-S-Bahn) gebaut. Alle unterirdischen U-Bahnhöfe sind ab sofort mit einer solchen Rettungslore ausgestattet. Die BVG verspricht sich hiervon eine deutliche Verbesserung der Sicherheit für Fahrgäste und Mitarbeiter.

(Quelle: BVB 06/99)