alle Straßenbahnen sind nun umlackiert: elfenbeinbeige/rotorange.
(Quelle: BVB 05/1989)
Chronik von Berlin:Verkehr
alle Straßenbahnen sind nun umlackiert: elfenbeinbeige/rotorange.
(Quelle: BVB 05/1989)
Straßenbahn: Am 10.3.1989 verkehrte letztmalig eine Straßenbahn in dem alten elfenbeinfarbigen Anstrich.
(Quelle: Berliner Straßenbahn-Chronik Band II: Die „Elektrische“ bei der BVG 1929 bis 2015; Hilkenbach, Kramer; Verlag Gesellschaft für Verkehrspolitik und Eisenbahnwesen e.V. (GVE), Berlin, 2015)
Während der Saison 1989 wird die „Weiße Flotte Berlin“ auf ihren Linien in Ost-Berlin und Umgebung 32 Fahrgastschiffe einsetzen. Sie sind für 7560 Fahrgäste zugelassen. Außerdem verkehren sechs Fähren mit 427 Plätzen. Die längste Linie ist die von Treptow nach Bad Saarow (hin und zurück 157 km).
(Quelle: BVB 05/1989)
Senatsrat Hinkefuß und Reichsbahn-Oberdirektor Krink unterzeichnen nach insgesamt zwölf Verhandlungsrunden seit Oktober 1987 im DDR-Verkehrsministerium in der Voßstraße die neue „Rahmenvereinbarung zum Eisenbahngüterverkehr“, die u.a. vorsieht: Verzicht auf den seit Jahrzehnten geplanten und am 24. Januar 1980 fest vereinbarten Bau eines großen Güterbahnhofs auf dem sogenannten Schöneberger Südgelände zwischen Sachsendamm und Prellerweg, dafür Durchführung von Rangierarbeiten für Berlin auf den DDR-Verschiebebahnhöfen Wustermark und Seddin; Schließung der Stadtautobahnlücke am Sachsendamm durch Abriß von sechs im Wege stehenden engen Bahnbrücken und Bau einer neuen Eisen- und zwei neuer S-Bahn-Brücken; Erweiterung und Modernisierung der Güterumschlaganlagen auf dem Hamburger und dem Lehrter Container-Bahnhof; Verhandlungen über weitere Projekte zum Umbau von Güterbahnanlagen bis zur Ausschöpfung des Finanzrahmens von 350 Mio. DM; Nutzung der insgesamt 134 für West-Berlin gewonnenen Hektar Fläche zu stadtentwicklungspolitisch wichtigen Zwecken, die rechtlich nach wie vor im Eigentum des Deutschen Reiches bleibt, weshalb auch eine Eigentumsübertragung und eine Änderung der Eintragung im Grundbuch nicht stattfindet; vielmehr kommt das ganze Gelände nach dem Verzicht der Reichsbahn auf betriebliche Nutzung in die Obhut der „Verwaltung des ehemaligen Reichsbahnvermögens in Berlin (West)“.
(Quelle: Berlin-Chronik, Online-Version, hrsg. vom Landesarchiv Berlin. – URL: http://www.berlin-chronik.de (Stand: 24.05.2021))
Luftfahrt: Bezirksamt Reinickendorf blockiert Errichtung zusätzlicher Flugzeug-Stellplätze und Bürocontainer sowie Überbauung Parkplatz P2 in Tegel
(Quelle: Przychowski, Luftverkehr in Berlin, Brandenburgisches Verlagshaus, 1996)
Auch Ost-Berlin verzichtet auf U-Bahn-Zugbegleiter: Einführung des Einmannbetriebs zunächst auf der Linie E (heute U5).
(Quelle: Berliner U-Bahn-Chronik; Kramer, Lemke, Meyer-Kronthaler, Poppel und weitere; Verlag Gesellschaft für Verkehrspolitik und Eisenbahnwesen e.V. (GVE), Berlin, 2007)
Fahrzeugbestand der BVG-West: 1088 Wagen (360 Kp, 728 Gp)
[Quelle: Geschäftsbericht 88 + 89; Offizielle Wagenbestandsmeldungen der BVG zum jeweiligen Stichtag]
Die am 23. 12. 1988 gegründete „Industriebahn Gesellschaft Berlin mbH“ (IGB) übernimmt am 1.7. 1989 die Industriebahn Neukölln, die Industriebahn Reinickendorf, die Industriebahn Hakenfelde sowie das Industrie-Anschlußgleis Gradestraße. Eigene Lokomotiven besitzt nur die Industriebahn Neukölln, diese gehen in das Eigentum der IGB über.
(Quelle: BVB 05/1989)
Ein Zug der M-Bahn durchbricht bei einer seiner Probefahrten aus vorerst ungeklärten Gründen den Endbahnhof Kemperplatz. Ein Absturz des kompletten Zuges kann nur dadurch vermieden werden, daß ein Mitfahrer in der für einen fahrerlosen Betrieb konzipierten Bahn den Zug noch manuell stoppen kann.
(Quelle: Berlin-Chronik, Online-Version, hrsg. vom Landesarchiv Berlin. – URL: http://www.berlin-chronik.de (Stand: 24.05.2021))
Mit einer vierstrahligen „II76“ landet erstmals eine Maschine der sowjetischen Fluggesellschaft „Aeroflot“ auf dem West-Berliner Flughafen Tegel, um hier gespendete Materialien wie Kleidung, Antibiotika, Schmerz- und Blutersatzmittel für die Überlebenden des verheerenden Erdbebens vom 7. Dezember im nördlichen Armenien an Bord zu nehmen. In einem Brief an die „Berliner Morgenpost“ dankt der sowjetische Generalkonsul Rudolf Alexejew „allen West-Berlinerinnen und West-Berlinern für ihre aufgeschlossene, aufrichtige Anteilnahme und Mithilfe“. Dies alles helfe nicht nur, Leiden zu mindern, sondern fordere auch die Vorstellung des Zusammenlebens im gemeinsamen Europa.
(Quelle: Berlin-Chronik, Online-Version, hrsg. vom Landesarchiv Berlin. – URL: http://www.berlin-chronik.de (Stand: 24.05.2021))