1995-11-10 Eisenbahn: Einstellung des elektrischen Betriebes auf der Industriebahn Oberschöneweide

Der elektrische Betrieb auf der Industriebahn Oberschöneweide („Bullenbahn“) wird am 30.9.1995 eingestellt. Die wenigen noch vorhandenen Anlieger werden mit Diesellokomotiven weiter bedient. Die beiden rumänischen E-Loks 25 001 und 25 002 sind bereits an die Firma On Rail in Mettmann (Zwischenhändler) verkauft. Die Lok 25 001 steht schadhaft am Osthafen abgestellt; die Lok 25 002, die 1992 auf westlichen Standard umgebaut worden ist, führt die wenigen Fahrten bis zur Einstellung des elektrischen Betriebes durch. Die Lok L2 wird gegenwärtig am Westhafen restauriert; sie ist als Museumslok vorgesehen.

Von der Öffentlichkeit unbeachtet endete am 10. 11. 1995 der elektrische Oberleitungsbetrieb der „Bullenbahn“ in Oberschöneweide. An diesem Tag verkehrte letztmalig die rumänische E-Lok 25 002 (s. BVB 10/95, S.205). Zum gleichen Tag war auch das Abstellgleis im BVG-Betriebshof Nalepastraße gekündigt worden, und die E-Lok stand bis zum 16. 11. 1995 auf der Nalepastraße. Am 15. 11. 1995 wurde der Fahrstrom abgeschaltet. Am nächsten Tag wurde die Lok mit einem Unimog-Fahrzeug zu nächst nach Rummelsburg geschleppt und am 22.11. mittels Tieflader zum Westhafen gebracht, wo sie jetzt neben ihrer Schwester-Lok 25 001 auf ihr weiteres Schicksal wartet.

(Quelle: BVB 10/95, 02/96)

1995-10-14 Straßenbahn: sechs Jahre nach dem Mauerfall, kehrte die Straßenbahn in den Westteil Berlins zurück

Am 14.10.1995, sechs Jahre nach dem Mauerfall, kehrte die Straßenbahn in den Westteil Berlins zurück. Inbetriebnahme der wieder aufgebauten Strecke Björnsonstraße-Louise-Schroeder-Platz (über Bösebrücke).

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1995-10-14 U-Bahn: Wiedereröffnung des Streckenabschnitts Schlesisches Tor-Warschauer Brücke

Wiedereröffnung des Streckenabschnitts Schlesisches Tor-Warschauer Brücke. Diese Station wird nun, wie die dortige S-Bahn-Station, als Warschauer Straße (WA) bezeichnet. Das Gebäudeensemble von der Oberbaumbrücke bis zum neuen Linienendpunkt der U-Bahn wurde umfassend restauriert.

(Quelle: Berliner U-Bahn-Chronik; Kramer, Lemke, Meyer-Kronthaler, Poppel und weitere; Verlag Gesellschaft für Verkehrspolitik und Eisenbahnwesen e.V. (GVE), Berlin, 2007)

Die U-Bahnlinie 1 fährt vom U-Bahnhof Schlesisches Tor (Berlin-Kreuzberg) aus wieder in den Ostteil der Stadt, zur Station Warschauer Straße (Berlin-Friedrichshain). Nach über 34 Jahren Unterbrechung wird der Fahrbetrieb über die Oberbaumbrücke wiederaufgenommen.
Der Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen erinnert daran, daß die Linie 1 die erste U-Bahnlinie überhaupt in Berlin war und vor fast genau 100 Jahren an der Warschauer Brücke die Geschichte der U-Bahn in der Stadt begründete. Heute sei dieser Halteplatz der 163. U-Bahnhof in Berlin. Die Oberbaumbrücke sei ein besonders bedrückendes Beispiel für den Zustand der lange geteilten Stadt gewesen, da sie nach dem Mauerbau abgeriegelt wurde.

(Quelle: Berlin-Chronik, Online-Version, hrsg. vom Landesarchiv Berlin. – URL: http://www.berlin-chronik.de (Stand: 15.03.2022))

1995-10-02 Straßenbahn: Am S-Bf. Adlershof wurde mit dem Bau einer Endschleife begonnen

Am S-Bf. Adlershof wurde mit dem Bau einer Endschleife begonnen. Die Inbetriebnahme erfolgte am 2.10.1995.

(Quelle: Berliner Straßenbahn-Chronik Band II: Die „Elektrische“ bei der BVG 1929 bis 2015; Hilkenbach, Kramer; Verlag Gesellschaft für Verkehrspolitik und Eisenbahnwesen e.V. (GVE), Berlin, 2015)

1995-09-17 Eisenbahn: Strecke Ruhleben – Charlottenburg nach Sanierung wieder in Betrieb

Seit dem 17. 9. 1995 verkehren die Fern- und Regionalbahnzüge (RB10) wieder über die Strecke Ruhleben – Charlottenburg. Für 72 Millionen DM wurde dieser 5 km lange Streckenabschnitt vollkommen saniert und zweigleisig ausgebaut. Zum ersten Mal beim Bahnbau in Berlin wurde hier eine „Feste Fahrbahn“ eingebaut. Hierbei lagern die etwa 350 kg schweren Betonschwellen ohne Schotterbett direkt auf drei Lagen einer insgesamt 35 cm dicken Asphalt-Tragschicht. Während der Bauarbeiten verkehrten die Fernzüge über die 1980 stillgelegte S-Bahn-Strecke Pichelsberg – Heerstraße.

(Quelle: BVB 11/95)

Die wieder zweigleisig ausgebaute und sanierte Fernbahnstrecke Ruhleben – Charlottenburg wurde am 17.9.1995 – zunächst eingleisig – wieder in Betrieb genommen (s. BVB 11/95, $225). Das zweite Gleis wurde erst am 1.12.1996 in Betrieb genommen.

(Quelle: BVB 05/97)