1960-09-28 Straßenverkehr: Einweihung des zweiten in 22 Monaten für 9,5 Mill. DM gebauten 1100 Meter langen und in südliche Richtung führenden Abschnitts der Stadtautobahn

Höhepunkt der Bauwochen ist am 28. September die Einweihung des zweiten in 22 Monaten für 9,5 Mill. DM gebauten 1100 Meter langen und in südliche Richtung führenden Abschnitts der Stadtautobahn zwischen Hohenzollerndamm und Mecklenburgische Straße in Schmargendorf durch Bundesverkehrsminister Seebohm, der dabei die Bereitschaft der Bundesregierung zur weiteren Unterstützung dieses Bauvorhabens unterstreicht um alle Voraussetzungen dafür zu schaffen, daß Berlin eines Tages wieder seine Funktion als einer der Knotenpunkte des deutschen und europäischen Verkehrs übernehmen kann. Der Regierende Bürgermeister Brandt dankt der Bundesregierung für die beim Wiederaufbau Berlins geleistete Hilfe, die allein für den Schnellstraßen- und den U-Bahnbau jährlich 80 Mill. DM beträgt.

(Quelle: Berlin-Chronik, Online-Version, hrsg. vom Landesarchiv Berlin. – URL: http://www.berlin-chronik.de (Stand: 22.05.2021))

1960-09-24 Post+Fernmeldewesen: Münzfernsprecher für den Selbstwählferndienst

In den Postämtern SO 36 (Skalitzer Straße) und Schöneberg 1 (Hauptstraße) sowie im Fernmeldeamt Winterfeldtstraße 28 und im Flughafen Tempelhof werden die ersten Münzfernsprecher für den Selbstwählferndienst dem Publikum in Berlin z. V. gestellt, mit denen jede an das Selbstwählnetz angeschlossene westdeutsche Stadt mit Ortskennzahl (Vorwählnummer) erreicht werden kann. Bis Ende Oktober sollen weitere 24 Fernsprecher dieser Art in Betrieb genommen werden.

(Quelle: Berlin-Chronik, Online-Version, hrsg. vom Landesarchiv Berlin. – URL: http://www.berlin-chronik.de (Stand: 24.05.2021))

1960-06-30 Fernbus: „Bayern-Expreß“ wird in eine GmbH umgewandelt und von der Deutschen Bundesbahn übernommen

Das West-Berliner Omnibusverkehr- und Reisebüro-Unternehmen „Bayern-Expreß“ wird in eine GmbH umgewandelt und von der Deutschen Bundesbahn übernommen, die das Millionen-Objekt von der Alleinerbin des verstorbenen früheren Eigentümers Hans Ludwig Wessel erwirbt. Der Betrieb, der seit Jahren mit seinen insgesamt 49 Omnibussen nicht nur Gesellschaftsreisen veranstaltet, sondern auch regelmäßig die Strecke Berlin-München befährt, soll in vollem Umfang aufrechterhalten werden. Auch die bekannten Farben der Firma – grün-weiß mit goldener Schwalbe – will die Bundesbahn als allein haftender Gesellschafter zunächst nicht ändern.

Mit dieser Übernahme hat die Bundesbahn, die bereits an der wichtigen BusVerbindung Berlin-Hannover, an Reisebüro- und Verkehrsunternehmen sowie Speditionsfirmen beteiligt ist, ihren Anteil am Interzonenverkehr auf der Straße erneut vergrößert.

(Quelle: Berlin-Chronik, Online-Version, hrsg. vom Landesarchiv Berlin. – URL: http://www.berlin-chronik.de (Stand: 24.05.2021))

1960-06-30 Bus: Inbetriebnahme des ehemaligen Straßenbahnhofes Müllerstraße als Autobus-Betriebshof

Inbetriebnahme des ehemaligen Straßenbahnhofes Müllerstraße als Autobus-Betriebshof        

(Quelle: BVB 6/85)

(Quelle: 150 Jahre Berliner Omnibus; Akr Geschichte des DVN; Verlag Gesellschaft für Verkehrspolitik und Eisenbahnwesen e.V. (GVE), Berlin, 1997)

Verkehrssenator Theuner und BVG-Direktor Schneider übergeben den ehemaligen Straßenbahnhof Müllerstraße im Bezirk Wedding als Autobus-Betriebshof „M“ seiner Bestimmung, nachdem durch den Ausbau des U-Bahnnetzes in den nordwestlichen Bezirken der Straßenbahnverkehr eingestellt wurde. In der 100 Meter langen, 110 Meter breiten und elf Meter hohen Halle sowie auf dem großen Freigelände können 130 Zweidecker abgestellt werden. In den Verwaltungsgebäuden sind außerdem eine Busfahrschule, die Schaffnerschule, die zentrale Kleiderkammer der BVG und eine psychotechnische Prüfstelle untergebracht.

(Quelle: Berlin-Chronik, Online-Version, hrsg. vom Landesarchiv Berlin. – URL: http://www.berlin-chronik.de (Stand: 24.05.2021))