1988-07-01 allgemein: Gebietsaustausch

Von den 18 vom Gebietsaustausch betroffenen Flächen – alle unbewohnt – erhielt West-Berlin von Ost-Berlin und der DDR insgesamt 14 mit einer Gesamtgröße von 96,7 Hektar. Die DDR und Ost-Berlin bekamen von West-Berlin vier Flächen im Gesamtumfang von 87,3 Hektar. West-Berlin ist damit um 9.4 Hektar größer als bisher. Als Wertausgleich erhält die DDR vom Senat 76 Millionen DM. Die Überweisung ist laut Vereinbarung innerhalb von 14 Tagen nach dem Vollzug des Gebietsaustausches fällig.

Mit dem vollzogenen Gebietsaustausch gibt es keine West-Berliner Exklaven in der DDR mehr. Die Exklaven Falkenhagener Wiesen, Wüste Mark und Laßzinswiesen wurden an die DDR abgegeben. Außerdem erhielt Ost-Berlin einen 50 Meter breiten Geländestreifen am Eberswalder Güterbahnhof, der vom Bezirk Wedding an den Bezirk Prenzlauer Berg gefallen ist.

Die an West-Berlin übergebenen Gebiete betreffen neben dem rund vier Hektar großen Lenné-Dreieck, das vom Bezirk Mitte an den Bezirk Tiergarten gefallen ist, eine Reihe von Flächen an der Mauer und Stadtgrenze zur Beseitigung von Verkehrs- und Planungshindernissen.

Damit wurden gewonnen: Waldgelände bei Albrechts Teerofen (Zehlendorf); die volle Einbeziehung der Bergstraße, des Nennhauser Dammes und des Finkenkruger Weges in Staaken in den Bezirk Spandau; die Einbeziehung der bisherigen Exklaven Fichtewiese und Erlengrund in den Bezirk Spandau und die Schaffung eines Zuganges vom Wasser her; Einbeziehung der bisher zum DDR-Kreis Nauen gehörenden Große Kienhorst“ in Eiskeller; Gelände am Humboldthafen (Tiergarten): Ge lände an der Kieler Brücke (Wedding); Industrie- und Hafenfläche an der Köpenicker und Rudower Straße in Rudow (Bezirk Neukölln); Begradigung des Lohmühlenzwickels durch Einbeziehung des Lohmühlenplatzes in den Bezirk Neukölln; Grenzbegradigung am Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn-Dreieck im Be reich der Gropius-Stadt/Kölner Damm; Wald und Wasserflächen am Luisenberg in Kladow; Einbeziehung von Grünflächen am Freizeitpark Lübars im Bereich der Mönchmühler Straße; Schaffung einer Zufahrt zum Güterbahnhof Schönholz von der Provinzstraße aus (Reinickendorf); Grenzbegradigung durch Einbeziehung von Grünflächen nördlich der Schönwalder Allee (Spandau).

(Quelle: BVB 08/1988)

1987-12-31 allgemein: Reiseverkehr nach Berlin (West)

Im Jahre 1987 reisten 31 Millionen Personen auf dem Land- und Luftweg von und nach Berlin; mit der Eisenbahn wurden 1987 insgesamt 2,8 Millionen Fahrgäste befördert, daß sind 12,1 % mehr als im Jahre 1986. Den stärksten prozentualen Zuwachs hatten dabei die Strecken über Büchen nach Hamburg (16,3 %) und über Helmstedt nach Hannover (15,9 %).

Ts-28.2.88

(Quelle: BVB 04/1988)

1987-05 allgemein: Der historische Kern der Stadt als neues Fremdenverkehrszentrum

Der historische Kern der Stadt als neues Fremdenverkehrszentrum

Mit der Übergabe der beiden bedeutendsten Bauten im Nikolaiviertel – der aus Trümmern rekonstruierten Nikolaikirche und den mit originalen Architekturteilen ca. 20 m vom alten Standort entfernt nachgebildeten Ephraimpalais – ist das Gebiet zwischen Spree und Roten Rathaus als ältesten Teil Berlins wieder weitgehend zugänglich.

(Quelle: Vom Knüppeldamm zum Hauptbahnhof, Daten und Fakten zur Berliner Verkehrsgeschichte, Report 30, Berlin, 1987, Autorenkollektiv)

1987-04-27 allgemein: Komplexe Flächennutzung im Norden Berlins

Komplexe Flächennutzung im Norden Berlins

An der letzten noch von der preußischen Staatsbahnverwaltung ausgeführten großen Vorortbahn, der Bernauer Strecke, entstehen in Buch in vier Bauetappen von 1967 bis 1986 4 Wohngebiete mit 650, 1040, 1667 und 1320 Wohnungen. Nach Fertigstellung des an der Autobahn Berlin – Rostock bei Schönerlinde gelegenen größten Klärwerkes der DDR werden die traditionellen, von Hobrecht angeregten Rieselfelder um Buch eingeebnet und auf einer Fläche von 1 371 ha aufgeforstet sowie weitere Nutzungsmöglichkeiten als Bau- und Verkehrsfläche erschlossen.

(Quelle: Vom Knüppeldamm zum Hauptbahnhof, Daten und Fakten zur Berliner Verkehrsgeschichte, Report 30, Berlin, 1987, Autorenkollektiv)

1986-06-01 allgemein: Bildung des dritten neuen Stadtbezirks Hellersdorf

Bildung des dritten neuen Stadtbezirks Hellersdorf Zu ihm gehören die Ortsteile Mahlsdorf, Kaulsdorf mit dem Neubaugebiet Kaulsdorf-Nord und Hellersdorf, das als Dorf „Helwichstorpp“ 1375 erstmals urkundlich erwähnt wird. Er hat eine Fläche von von 27,8 km². Die Einwohnerzahl soll sich von 65 000 auf 150 000 erhöhen. Mit dem Bau von insgesamt rd. 43 500 Wohnungen wurde begonnen, sie sind zum Teil schon bezogen. Durch die z.Z. im Bau befindliche U-Bahn-Verlängerung wird eine günstige Verbindung zur Innenstadt bestehen.

(Quelle: Vom Knüppeldamm zum Hauptbahnhof, Daten und Fakten zur Berliner Verkehrsgeschichte, Report 30, Berlin, 1987, Autorenkollektiv)

1986 allgemein: Wohnungsbau

Im Zeitraum seit 1971 sind 281 732 Wohnungen geschaffen worden. Dazu gehören Frankfurter Allee-Süd 4 372 Wohnungen, Gebiet Leninallee 15 500, Marzahn 56 405 Wohnungen. In der Stadt leben rd. 1 243 000 Einwohner.

Damit hat sich der Anteil der Wohnbevölkerung [Ost-]Berlins an der Wohnbevölkerung der DDR von 6,4 % (1970) auf 7,3 % (1986) erhöht.

(Quelle: Vom Knüppeldamm zum Hauptbahnhof, Daten und Fakten zur Berliner Verkehrsgeschichte, Report 30, Berlin, 1987, Autorenkollektiv)

1985-09-01 allgemein: Neues Stadtviertel aus früherem Ortsteil von Weißensee

Neues Stadtviertel aus früherem Ortsteil von Weißensee mit einer Fläche von 26,0 km und 74 226 Einwohnern. Ca. 10 km vom Stadtzentrum entfernt. Seit Dezember 1984 S-Bahn-Linie. Wohngebietspark (112 ha) mit Malchower See ist Bestandteil des grünen Gürtels im Norden und Nordosten Berlins. Ausbauphase bis 1988 vorgesehen.

(Quelle: Vom Knüppeldamm zum Hauptbahnhof, Daten und Fakten zur Berliner Verkehrsgeschichte, Report 30, Berlin, 1987, Autorenkollektiv)

1982-10-12 allgemein: mittel- und langfristige Verkehrskonzeption

Der Senat verabschiedet auf seiner 63. Sitzung eine mittel- und langfristige Verkehrskonzeption, von der Wirtschaftssenator Pieroth anschließend berichtet, daß auf der „Wunschliste“ obenan stehen Elektrifizierung der Transitstrecken durch die DDR, Schaffung schnellerer Verbindungen durch Intercity-ähnliche Züge mit unmittelbarer Anschließung an das entsprechende westdeutsche Netz; Ausbau der märkischen Wasserstraßen auf eine für Europaschiffe übliche Tauchtiefe, Errichtung einer Kanaltrogbrücke über die Elbe bei Magdeburg; Freigabe einer Straßenverbindung auch für Radfahrer durch die DDR nach Niedersachsen; Offenhaltung des Kontrollpunkts Staaken auch für den Transitverkehr mit Westdeutschland und Schaffung eines vierten Transit-Übergangs im Süden der Stadt (Waltersdorfer Chaussee). Pieroth unterstreicht, daß diese Aufzählung keine Bewertung der Bedeutung und Dringlichkeit der einzelnen Projekte darstelle, mögliche finanzielle und politische Prioritäten natürlich auch im Zusammenhang mit den Vorstellungen des Senats zur S-Bahn-Reaktivierung gesehen werden müßten (vgl. 6. Juli).

(Quelle: Berlin-Chronik, Online-Version, hrsg. vom Landesarchiv Berlin. – URL: http://www.berlin-chronik.de (Stand: 22.05.2021))

1979-01-05 allgemein: Stadtverordnetenversammlung [Ostberlins] beschließt die Bildung des Stadtbezirkes Marzahn

Stadtverordnetenversammlung [Ostberlins] beschließt die Bildung des Stadtbezirkes Marzahn

Er hat eine Fläche von 31,8 km² und umfaßt u.a. das größte Neubaugebiet der DDR. (Derzeit 160 000 Einwohner) Im Zeitraum von 1971 – 1985 entstehen hier 51 395 Wohnungen sowie neue Anlagen von Berliner Großbetrieben. In Nähe der Neustadt entsteht der Naherholungspark an der Wuhle (1. Abschnitt; Berliner Gartenschau).

(Quelle: Vom Knüppeldamm zum Hauptbahnhof, Daten und Fakten zur Berliner Verkehrsgeschichte, Report 30, Berlin, 1987, Autorenkollektiv)